(GERMANY) Lassen Sie mich ein bisschen über die Entstehung von DFP erzählen...

 Germany @ Digital For The Planet

Germany @ Digital For The Planet

Hi alle zusammen, ich bin Elena aus Berlin und bin ab jetzt Ihre deutsche Ansprechpartnerin für Digital For The Planet.

Bald werden Sie mehr über mich erfahren aber heute möchte ich Ihnen die Gründerin von DFP vorstellen :

Inès Leonarduzzi, 30 Jahre alt, ist die Begründerin und Präsidenten der ersten globalen Initiative und NGO mit dem Namen “Digital For The Planet ”, die gegen die digitale Verschmutzung kämpft. Ines erklärt, wie das Digitale für unsere Umwelt schädlich ist, warum Frauen am stärksten vom Klimawandel betroffen sind und welche Lösungen heute möglich sind.

Während einer Bergwanderung im italienischen Piemont bekam Inès Leonarduzzi, damals noch junge Beraterin für digitale Strategien, die Erkenntnis :

“Mir wurde klar, dass ich während meines Ausflugs in der Natur alle meine E-Mails und Anrufe trotzdem empfangen konnte. Ich dachte, das versteht man nicht von selbst, und ich begann mich über den Mechanismus, der hinter dieser Hyperkonnektivität steckt, und deren Auswirkungen auf unsere Welt zu befragen...”

Das Ziel, das sich Inès Leonarduzzi mit der Gründung des Vereins Digital For The Planet im August 2017 gesetzt hat, ist die digitale Umweltverschmutzung weltweit zu reduzieren, und zwar indem Unternehmen informiert, alarmiert und beraten werden.

Starten Sie ein YouTube-Video auf Ihrem brandneuen Smartphone, senden Sie eine E-Mail mit 5 Personen in Kopie, suchen Sie auf Google... So viele Gesten, scheinbar trivial aber doch sehr energieaufwendig, da tausende von Rechenzentren und Netzwerken benötigt werden, um die Daten zu speichern, verarbeiten und weiterzuleiten. Stellen Sie sich jetzt 4 Milliarden Internetnutzer weltweit vor (+7% in einem Jahr !) und wiederholen Sie diese Aktionen täglich…

Ergebnis : Der Energiebedarf für all diese aufstrebenden digitalen Nutzungen macht, nach Expertenschätzungen des Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) von Paris, bereits fast 10% des weltweiten Stromverbrauchs aus, oder sogar fast 4% unserer Treibhausgasemissionen.

Seit einem Jahr ist Inès aktiv, insbesonders in Unternehmen, und durch regelmäßige Sensibilisierung, um gute Praktiken zu fördern. Digital For The Planet, jetzt ein Team von 13 Personen, hat seinen Hauptsitz in Paris und wird bald zwei weiteren Büros in Singapur und New York eröffnen. Sie arbeiten zusammen mit Cleantech-Forschern und Start-ups auf der ganzen Welt. Die NGO arbeitet sogar an der Schaffung eines ersten europäischen Umweltzeichens, das in Bezug auf digitale Ökologie für Unternehmen und Institutionen zertifiziert wird. Eine künstliche Intelligenz (KI), "grün und verantwortlich”, wird ebenfalls entwickelt werden, damit jeder Bürger seinen digitalen Konsum abschätzen kann.

Die Aufgabe bleibt gigantisch. Aber nichts scheint die Motivation derjenigen, die sich selbst auf ihrer LinkedIn Seite als "Global Sustainability Activist" beschreiben lässt, zu bremsen: Ihr Ansatz ärgert viele Menschen, aber Sie lässt sich nicht entmutigen. Inès bleibt guten Mutes. Sie sagt, dass sie ihren Weg mit ihren 30 Jahren, nach einem etwas unberechenbaren Kurs, schließlich gefunden hat. Sie hat ein Studium in Literatur und Chinesisch absolviert, bevor sie Kunst in New York studierte, um schließlich eine Managementschule in Frankreich zu machen. Die junge Frau folgt ihrem Instinkt. Am Ende des Studiums wagt sie sich in große Unternehmen, einschließlich der internationalen Firmengruppe LVMH, bleibt aber nicht lange. Sie begründet: "Ich bin ziemlich schlecht in der Innenpolitik. Und ich kann nur in dem arbeiten, was mich auch wirklich interessiert ".

Als Beraterin für Kommunikation und Strategie der digitalen Transformation tagsüber, begann die junge Frau und Enkelin von Restaurantbesitzern, am Wochenende “heimliche Brunches” zu organisieren, die sogenannten “Brunch By Inès”. Diese beliebten Brunches dienten nicht nur zur Nahrung der Körper, sondern auch der Geister.

Als Autor einer agilen Managementmethode wurde die 30-Jährige Referentin in Unternehmen, Institutionen und Universitäten zum Thema Führung und nachhaltige Entwicklung, immer unter dem Prisma des Digitalen. Vorträge und Reden von Frauen sind für sie besonders wichtig, da sie selbst am Arbeitsplatz bemerkt hat, dass die Reden von Frauen seltener oder weniger gehört werden. Eine Sensibilität, die sie Anfang 2016 zur Gründung der Women Inspiring Talks brachte, eine Gemeinschaft von Managern und Unternehmern aus der Frauenwelt in Paris, Barcelona und New York. Neue Events werden weiter vorbereitet.

 Inès Leonarduzzi

Inès Leonarduzzi

Verschmutzen das Digitale, die Mails und das Internet wirklich? Inès bestätigt dies, indem sie erklärt, dass dies eine Realität ist, die oft ignoriert wird, da wir dazu neigen, das Digitale als etwas Immaterielles zu betrachten ohne wirklichen Einfluss. Wenn wir jedoch bei Google nach Worten suchen, werden Nachrichten an ein Rechenzentrum gesendet, bei dem es sich um eine Art große Bibliothek handelt, in der alle möglicherweise vorhandenen Daten gesammelt werden. Unser Gründerin vereinfacht diesen Ansatz, indem sie von Fasern spricht, die die Elektrizität transportieren und Energie verbrauchen. Jede Aktion im Internet, ob eine Seite geöffnet wird oder nicht, hat ökologische Konsequenzen.

“Heute produziert das Digitale so viel CO2 wie die gesamte globale Luft- und Raumfahrtindustrie.”

Wenn Sie eine E-Mail mit einem Anhang senden, sind die Folgen dieselben, als wenn Sie eine Glühbirne für eine Stunde eingeschaltet lassen. Oder wenn Sie eine Applikation auf Ihrem Smartphone installieren, wird eine elektrische Bewegung erzeugt, die Verschmutzung verursacht. Deshalb wollen wir grüne Lösungen für diese Probleme finden. Am Beispiel von Stromnetzen, die mit erneuerbarer Energie versorgt werden, kann jeder Benutzer so viele Apps installieren und nutzen, wie er möchte, ohne die Umwelt unserer Planete zu schädigen.

Wir dürfen nicht glauben, dass Digital For The Planet auf Digitales verzichten will. Stattdessen ist das Hauptziel, Wege und Lösungen zu finden, eine sogenannte „digitale Ökologie“ zu schaffen, ein einzigartiger Begriff, der von der NGO entwickelt wurde. Uns allen ist es bewusst, dass die neue Generationen ursprünglich digital ist. In ein paar Jahren wird alles digital sein, alles wird mit künstlicher Intelligenz gemacht. Es gibt bereits heute immer mehr “Devices” (Anmerkung: Geräten), viele von uns haben zwei Smartphones, Computer, Tablets oder angeschlossenen Geräte im Haushalt, die WiFi benötigen. Dies verbraucht viel und strahlt Treibhausgase ab. Anstatt darauf zu verzichten, müssen wir einen Kodex für gutes Verhalten einführen und unser Bewusstsein fördern.

Fairphone zum Beispiel, ist eine gute Alternative zum klassischen Smartphone, das zwischen dem Beginn seiner Herstellung und seiner Auslieferung im Durchschnitt vier Mal rund um den Globus unterwegs ist. Die Idee ist, ein Gerät aus recycelten Materialien herzustellen. Bei der Online-Suche ermöglichen Websites wie Lilo oder Ecosia einen nachhaltigen Konsum. Die erste finanziert assoziative Projekte, und die zweite verpflichtet sich ökologisch für jede Suche einen Baum zu pflanzen. Sie verschmutzen genauso viel, aber Sie kompensieren, weil Bäume CO2 absorbieren.

Schließlich wird Inès von vielen Menschen über die Beziehung zwischen nachhaltiger Entwicklung und der Situation von Frauen auf dem Globus befragt . Es ist für Inès nicht verwunderlich, Feminismus und Ökologie zu kombinieren, da die Frauen als Erste an der Erderwärmung leiden. Obwohl Sie sich derzeit hauptsächlich für Digital For The Planet hingibt, kämpft Inès Leonarduzzi auch für das “Empowerment” (Ermächtigung) von Frauen.

Laut Inès : "gibt es eine innere Verbindung zwischen Ökologie und Frauen".

Die UNO hat sogar anerkannt, dass die Frauen die erste vom Klimawandel betroffene Bevölkerung darstellt. Zum Beispiel sind Frauen dafür verantwortlich, in einigen Teilen der Welt ihre Dörfer und Familien mit Wasser zu versorgen. In Subsahara-Afrika gibt sich die weibliche Bevölkerung 40 Milliarden Stunden pro Jahr für diese Aufgabe hin. Und sie haben keine App, die sie über eine Hitzewelle informieren kann, die über mehrere Kilometer ertragen werden muss bis sie einer der nächsten Wasserquellen erreichen. Und die mit der globalen Erwärmung auch immer seltener werden.


Quellen: Les Echos, Cheek Magazine, France